Kapitel 8: Das Kaufhaus
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Vocabulary
| das Kaufhaus | department store |
| der Eingang | entrance |
| die Rolltreppe | escalator |
| das Regal | shelf |
| die Abteilung | department/section |
| glänzend | shiny |
| tragen | to carry |
| auswählen | to choose |
| der Rucksack | backpack |
| die Taschenlampe | flashlight |
| leicht | light (weight) |
| nützlich | useful |
Kapitel 8
Listen to the Story
Die drei Freunde gehen weiter durch die leeren Straßen, bis sie vor einem riesigen Gebäude stehen. Über dem Eingang hängt ein altes, schiefes Schild: „Kaufhaus Hamburg“. Die Türen stehen offen, als würden sie die Besucher noch immer einladen.
„Ein Kaufhaus…“, sagt Jonas leise. „Meine Großmutter hat davon erzählt.“
Mira lächelt. „Ein Haus, in dem man alles kaufen konnte.“
Lukas nickt. „Dann sehen wir uns um.“
Sie treten hinein. Der große Raum ist dunkel, aber durch die kaputten Fenster fällt etwas Licht. Vor ihnen stehen lange Regale, viele davon umgekippt oder leer. Doch einige sind noch voll—mit Dingen, die niemand mehr benutzt.
„Wow…“, flüstert Jonas. „So viele Sachen.“
Mira geht zu einem Regal und nimmt ein kleines, glänzendes Objekt in die Hand. „Was ist das?“
Lukas schaut näher hin. „Vielleicht ein Spiegel? Oder ein altes Gerät?“
Jonas drückt auf einen Knopf. Nichts passiert.
Sie gehen weiter in die nächste Abteilung. Dort hängen alte Jacken, Taschen und Schuhe. Viele sind kaputt, aber einige sehen noch gut aus. Mira findet eine kleine Taschenlampe. Sie drückt auf den Knopf—und zu ihrer Überraschung leuchtet sie schwach.
„Sie funktioniert!“, ruft sie.
„Das ist nützlich“, sagt Lukas. „Nimm sie mit.“
Jonas entdeckt ein Regal voller kleiner Dosen. Er öffnet eine. „Seife“, sagt er. „Das kann im Dorf helfen.“
Mira findet ein paar leichte Metallhaken. „Damit können wir Dinge aufhängen.“
Lukas hebt ein kleines Werkzeugset auf. „Das ist perfekt. Und es ist leicht.“
Doch je weiter sie gehen, desto mehr sehen sie: Werkzeuge, Kleidung, Lampen, Seile, kleine Geräte, sogar alte Batterien. Alles liegt vor ihnen wie ein Schatz.
„Wir können nicht alles tragen“, sagt Jonas traurig.
„Nein“, sagt Mira. „Unsere Rucksäcke sind fast voll.“
Lukas seufzt. „Es gibt so viele nützliche Dinge… aber wir müssen auswählen.“
Sie setzen sich auf eine alte Bank und legen alles vor sich.
„Wir nehmen nur das, was leicht und wirklich wichtig ist“, sagt Mira.
„Die Taschenlampe“, sagt Jonas.
„Das Werkzeugset“, sagt Lukas.
„Die Seife und die Haken“, sagt Mira.
Sie packen die kleinen Gegenstände ein. Alles andere müssen sie zurücklassen.
Bevor sie gehen, schaut Jonas noch einmal durch den großen Raum. „Die Menschen hatten so viel“, sagt er leise.
Mira legt eine Hand auf seine Schulter. „Und wir haben jetzt ein bisschen davon. Das reicht.“
Sie verlassen das Kaufhaus und treten wieder auf die leere Straße. Hinter ihnen bleibt ein Ort voller Dinge zurück—ein stiller Schatz, den niemand mehr braucht.
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